Die Atomkatastrophe in Japan ist auch eine Energiekatastrophe
Die Katastrophe in Japan scheint sich nicht in Luft aufzulösen. Wenn man von der Erdbebenkatastrophe spricht, muss man auch von einer der gravierendsten Energiekatastrophen sprechen, denn mit dem Atomunfall des Werkes Fukushima wird uns allen wider bewusst gemacht, dass sich Energie nicht nur im kleinen, also in unseren eigenen 4 Wänden abspielt, sondern auch und vor allem im Großen.
Noch keiner kann abschätzen, welches Leid Fukushima anrichten wird. Nicht nur die bemitleidenswerten Mitarbeiter des Werkes und die Helfer, die sehr hohen Strahlenbelastungen ausgesetzt werden, bekommen mit großer Wahrscheinlichkeit zu spüren, sondern auch viele andere, denn die erhöhte Radioaktivität hat auch Auswirkungen auf das Ökosystem im näheren Umfeld und mit Sicherheit auch im globalen Bereich. Noch heute sind durch den vor 25 Jahren stattgefundenen Atomunfall in Tschernobyl erhöhte Strahlungswerte selbst in der Bundesrepublik messbar.
Ein mahnendes Beispiel für Energiepolitik. Und das die Atomenergie nie zu 100 Prozent kontrollierbar ist, sollte nach zahlreichen „kleineren“ Zwischenfällen auch in deutschen Atomkraftwerken eigentlich allen klar sein.
Doch die japanische Mentalität scheint die Gefahr auch nach der Energiekatastrophe nicht verstanden zu haben, denn es wird weiter an der Atomenergie als Energiequelle festgehalten. Die Investitionen in saubere Energiegewinnung werden weiter nicht ausgebaut. Stattdessen werden in einem der Erdbeben gefährdetsten Regionen unseres Planeten weitere Atommeiler geplant. (Bild: Sven Brentrup / aboutpixel.de)
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