Energoman rüstet sich für den Energiewandel

Energoman hat gehört, dass die Bundesregierung nun endlich den Beschluss zur Energiewende auf den Weg gebracht hat. Daraufhin machte er sich ebenfalls Gedanken zum Thema Energiewende und ist der Meinung, dass eigentlich jeder einen kleinen Energiewandel durchführen kann. Das es bei Energoman dann doch die eine oder andere Komplikation gibt und das es wichtig sein kann, sich vorher einen Plan zu machen, wenn man den eigenen Energieverbrauch reduzieren möchte oder eben vom hiesigen Energieversorger zum Teil auf erneuerbare Energie umschwenkt.Energoman


Aber lest selbst.

So liebe Leute. Ik hab es ja nu mitjekriecht, dass Merkel und Co nu oma endlich in die Pötte jekommen sind mit der Enerjiwende. Die wollen zwar imma nur die Atompilze vermeiden, bei denen bis heute keena weeß, ob die och schmecken, doch ik hab mir jedacht, ik führe jetzt selba ma nen Enerjiwandel in meiner Bude durch.
Na klar, ik weeß doch, mein Enerjikonsortium, wat immer satt Jebühren von mir instreicht wird did nich jefallen, aber ik hab es och satt, denen meene eijentlich nie vorhandene Kohle in den gierigen Rachen zu schmeißen.

Darum hab ik mir erstma anjekiekt, wie man eijentlich erneuerbare Enerjie für sich nutzen könnte. Off den Dächern vieler Klitschen prangen ja schon solch dicke Solaranlagen. Dad jeht bei mir in ne Bude natürlich nich, aber trotzdem wollte ik mir die Sonnenenerjie zu nutze machen. Also hab ik mir bei sonem Bastlerheini mal kleene Solardinga jekooft und in mein Fenster jehangen. Außerdem habe ik mein Fahrrad in die Bude jeholt um mit meener unmenschlichen Muskelkraft selber Energie zu erzeugen, für alle Jeräte, die ik so brauche, also vor allem Flimmerkiste und Kühlkommode. Ik hab mir dann an mein Fahrrad zwei dicke Propeller hinten anjebaut die mit nem Generator verbunden wurden. Vom Generator führen wiederum Kabel zu einer fetten Autobatterie, die ik dann durch mein Strampeln auflade und dann durch die Fernseh kieken kann und sogar Licht in ne Bude habe.

Nach meinen Berechnungen reicht did voll aus, um die Versorgung durch meinen Stromverbieter komplett aufzujeben, weshalb ik dem dann och glatt meene Kündijung vorjesemmelt habe.

Na konnt ja nich wissen, dass meene Berechnungen nicht den Faktor Fehler einbezogen hatten. Na jedenfalls kappte mein Stromverbieter meenen Strom und ik hab dad dann mal versucht. Meine Sonnenkollektoren in Fenster waren der absolute Börner, denn mit denen konnte ik wirklich ne kleene Lampe zum Leuchten bringen. Das ik eigentlich in allen Zimmern Licht brauche und nu nich hatte, soll nunma dahin jestellt bleiben.

Na nu wollte ik meene Flimmerkiste zum glühen bringen, aba meine schöne Kiste wollte einfach nich anjehen. Hätten se ja och ma ranschreiben können, dad man dazu echt ne Steckdose aus der Wand nehmen muss. Die Kiste blieb jedenfalls aus, wat mir schon richtich viele Wutkugeln in ne Birne steijen ließ. Ik dachte mir, he, bleib cool, hol dir erstma ein kalted Bier. Ik also zu meena Kühlkommode, aber die Flaschen waren streng jenommen so warm wie gewisse Körperausscheidungen und dad hasse ik total. Dabei bin ik in die Pedale wie ein Irrer jetreten.
Zu juter letzt habe ik mir jedacht, nimm ein warmes Bad und durchdenk die Jeschichte mit dem Enerjiewandel nochma. Ik also in ne Wanne und mache did heiße Wasser an. Doch wat kommt da raus? Jenau Keule, kalte Plörre mit der ik wohl mein Bier auf Temperatur bringen sollte.

Ik war so clever und habe gleich die kompette Energiezufuhr kappen lassen, weil ik ja alles selber versorjen wollte.

Nachdem die Wanne das Fiasko perfekt jemacht hat, dachte ik mir, Handy raus und den alten Enerjieverbieter anjerufen, dad die did alles wieda schnell anknipsen, doch nun wusste ik, weshalb alle Welt sagt, kündige dem Stromanbieter nie an einem Freitag den 13., denn konsequenterweise war das Akku von meenem Handy och runter. Ik wollte nu nackig vom Bad in meine Fernsehbude um mir wat anzufleihen, doch weit kam ik nich, da ick üba meen doofes Fahrrad jeflojen bin bei der Dunkelheit.

Zum Glück hörte Bea, meene nette Nachbarin, den Knall und befreite mik aus der etwas misslichen Laje. Ik weeß zwar nich, weshalb sie sich schiefjelacht hat, als ik ihr mein Vorhaben erläutert hatt, doch zum Glück schafften wir es nun dank ihres Telefons, den Strom innerhalb von 48 Stunden wieder durch meinen alten Stromentsorger in meine Bude zu zaubern.
Ik lass mik aba durch solche kleenen Rückschläge nich von meinem Vorhaben abbringen und werde mein Konzept zum Enerjiewandel nochmals überarbeiten. Vielleicht sollte unsere Rejierung das auch nochma machen, wenn ik allein sehe, wat bei mir alled falsch jelaufen is.

 

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