Kartellwächter decken auf – Gaspreise seit Jahren viel zu hoch
06.10.2011 Die EU-Kartellwächter haben Hausdurchsuchungen durchgeführt und bei der Auswertung ganz klar feststellen müssen, dass die Preise für Gas in den letzten Jahren viel zu hoch waren und die Verbraucher dadurch zu hoch belastet werden. Das stört die Gasanbieter aber nicht, die Preise weiter anzuheben. Klar sei daher auch, dass die Großhandelspreise für den Gaseinkauf nicht so an die Verbraucher weiter gegeben werden, sondern einzig und allein der Gewinnoptimierung gelten.
Dabei gehen die Anbieter nach einem bekannten Muster vor: während Preissenkungen zögerlich oder gar nicht an die Verbraucher weiter gegeben werden, werden Preiserhöhungen mit allerlei Gründen manifestiert. So soll dem Verbraucher der hohe Gaspreis untergejubelt werden. Und dass die Gasanbieter bei den Preiserhöhungen sehr erfinderisch sind darf hierbei auch nicht verschwiegen werden. Vor allem die langen Vertragsbindungen und die steigenden Ölpreise werden dabei immer wieder als Argument für steigende Ölpreise herangezogen.
Doch die Gaspreise unterliegen teilweise völlig anderer Preisschwankungen. So werden Tiefpreise beim Einkauf erzielt, gleichzeitig aber Preiserhöhungen an den Verbraucher weitergegeben.
Ein Umstand der so nicht weiter geduldet werden kann.
Die EU-Kartellwächter überprüfen indes Preisabsprachen und wollen so die Verträge der Anbieter mit den Gaslieferanten transparenter machen. Es bleibt jedoch mehr als abzuwarten, ob das am Ende auch die Verbraucher an Hand von sinkenden Gaspreisen merken werden.
Verwandte, interessante Artikel:
Gehen die großen Energieversorger bald am Stock?
Gaspreise steigen weiter – Wechseln lohnt
Wie entwickelt sich der Gaspreis

