Siedewasserreaktoren werden abgeschaltet
04.10.2011 Lecks in den Brennelementen ist die Ursache für die endgültige Stilllegung der Siedewasserreaktoren im Atomkraftwerk Gundremmingen.
Wie bekannt wurde, wurden bei einer Revision zum wiederholten Male Lecks in den Brennelementen geortet. Nun wurde die endgültige Notbremse gezogen und das AKW wurde stillgelegt. Doch nicht allein diese Tatsache ist für die Bevölkerung in der Nähe des AKW beunruhigend, sondern eher die Tatsache, dass Untersuchungen ergeben haben, dass in der Region des AKW ein erhöhtes Krebsrisiko besteht und es zu überdurchschnittlich hohen Krebsraten kommt.
Siedewasserreaktoren sind bereits seit längerem umstritten, da hier das angewendete Verfahren störungsanfälliger ist. Beim angewendeten Verfahren sind die Brennelemente großen Temperaturschwankungen und einer höheren Neutronenbelastung ausgesetzt, was natürlich auch die Störrate in die Höhe treibt. Die höhere Belastung führt zu Rissen in den Brennelementen, die dann auch das Kühlwasser verseuchen. Das AKW in Gundremmingen setzt innerhalb Deutschlands die größte Strahlenbelastung frei und nach den erneuten Störfällen sollte es sofort abgeschaltet werden, weil die Gesundheit der Bevölkerung nicht mehr sichergestellt ist.
Wer übernimmt die Verantwortung für die vielen Erkrankungen, die rund um das AKW bekannt geworden sind?
Entschuldigt sich dabei die Regierung oder aber die Betreibergesellschaften? Natürlich nicht und man ist bestrebt, das AKW auch weiter betrieben zu können.
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