Ist der Atomausstieg schuld am Stellenabbau bei EOn?

10.08.2011 Fakt ist: Eon baut Stellen ab.

Doch das Ausmaß war bisher noch nicht bekannt. Nun wurde vermeldet, dass Eon die Streichung von etwa 10.000 Stellen plane, wovon circa ein Drittel von der deutschen Belegschaft getragen werden müsse. Bisher hieß es immer, Eon müsse einen kleinen Teil der Stellen abbauen, doch das nun fast jeder zehnte Mitarbeiter auf der Straße landen wird, dass hatte selbst die größten Skeptiker nicht für möglich gehalten.

Eon hat die Zahlen zwar nicht bestätigt, doch wenn der Abbau so gravierend ausfallen sollte, so muss man sich natürlich fragen, welche Gründe es für diesen Stellenabbau gibt.

Eon gibt ja vor allem dem Atomausstieg die Schuld für die Anhäufung von immens hohen Schulden des Unternehmens, doch die Gründe allein in der Energiewende zu suchen wäre völlig falsch. Da sind zum Beispiel Verträge mit den russischen Gasversorgern, die viel zu hohe Kosten verursachen, weil man Verträge über einen sehr langen Zeitraum abgeschlossen hat, die Preise am Markt aber nicht den Einkaufspreisen entsprechen. Die hohen Verluste müssen natürlich aufgefangen werden.

Fakt ist aber auch, dass der Atomausstieg die Energieversorger vor erhebliche Probleme stellt und die großen Investitionen nötig sind, um die Energiewende durchziehen zu können.

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