Das Wasserkraftwerk im Amazonas

20.12.2011 Der Bau des Wasserkraftwerkes „Bela Monte“ im Amazonas war bis gestern unterbrochen, doch gestern wurde von einem Gericht der Baustopp aufgehoben. Das bedeutet, dass die Investoren, die auch aus Deutschland stammen ihre Millionenaufträge wieder in Angriff nehmen können.

Der Streit ist vor allem entfacht worden, weil man angeblich nicht mit dem Umwelt-, Indianer- und Artenschutz in Einklang wäre. Doch genau der Bundesrichter, der das Projekt stoppen ließ widerrief nun das Urteil. Doch wie weit wird hier Umwelt- und Artenschutz beachtet. Fakt ist, dass mit dem Bau des Wasserkraftwerkes viel Energie bereitgestellt werden kann, was der Region natürlich zu Gute kommt. Fakt ist aber auch, dass durch solche Bauvorhaben die Natur, die Umwelt und auch die dort lebenden Ureinwohner in ihrer Lebensweise beeinträchtigt werden.

Doch wie so oft wird am Ende wieder die Wirtschaft über die Umwelt siegen, denn bereits jetzt sind Milliardenaufträge an ausländische Investoren vergeben worden, die natürlich darauf drängen, dass es mit dem Bau des Wasserkraftwerkes endlich voran geht. Darunter sind auch deutsche Unternehmen, die ihre Interessen durchsetzen möchten. Ob dabei mit einem grünen Auge die Gesamtlage zum Bauprojekt betrachtet wird darf mehr als bezweifelt werden.

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