Elektrischer Strom

Der Ursprung der Entdeckung der Elektrizität geht auf 600 Jahre vor Christus zurück.

Der griechische Philosoph und Mathematiker Thales von Milet rieb ein Stück Bernstein an einem Tierfell. Danach blieben Federn und Stroh daran haften.

Etwa um 1600 verwendete der Brite William Gilbert das erste Mal den Begriff "elektrisch", nach weiteren Experimenten mit Bernstein.

1672 erfand Otto von Guericke, ein deutscher Physiker, eine Maschine zur Erzeugung von elektrischen Ladungen: den ersten Generator.

Die positive und negative Ladung wurde 1733 entdeckt.

Benjamin Franklin bewies 1752, das Blitze in der Natur etwas mit Elektrizität zu tun haben und er erfand den Blitzableiter.

Ohm, Faraday, Hertz und Siemens machten im 18. und 19. Jahrhundert Schlagzeilen in der Weiterentwicklung und Entdeckung; Edison mit der Glühlampe, allerdings mit Gleichstrom. (Als Gleichstrom wird jener elektrische Strom bezeichnet, der über die Zeit seine Richtung und Stärke nicht ändert, also zeitlich konstant ist.) Kraftwerke wurden durch ihn gebaut, somit kam auch Strom in private Haushalte.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts arbeitet man mit Wechselstrom.
(Bei Wechselstrom kommt es zu einer laufenden, meist periodischen Änderung der Stromrichtung)

Ab 1930 standen immer mehr Haushalten Strom zur Verfügung und bald aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Heutzutage wird gern die Natur zur Energiegewinnung genutzt, wie Sonne, Wind und Wasser; in Photovoltaik, Onshore- und Offshore-Anlagen. Auch von der Erdwärme profitieren wir. Forscher und Wissenschaftler gehen davon aus, das Mitte des 21. Jahrhunderts der Vorrat an Erdöl erschöpft ist.

Was mag die Zukunft bringen?

Vielleicht Sonnenkollektoren im Weltraum oder Kollektoren, um die Erdwärme noch intensiver nutzen zu können?

Wird man aus Wasserstoff elektrischen Strom erzeugen können? Elektrischer Strom

Forscher vom Projekt Powering the Planet wollen die Photosynthese der Pflanzen im Labor nachstellen. Das Prinzip dabei ist, das Wasserstoff aus Meerwasser und Sonnenlicht produziert wird und mit dem Wasserstoff Brennstoffzellen Strom herstellen. Allerdings gibt es momentan noch etliche Hürden zu überwinden (zu teuer, nicht effizient genug).

Einen Durchbruch konnte in jüngster Zeit Harry Atwater erringen: Er stellte winzige Drähte aus Silizium vor, die Sonnenlicht höchst effizient einfangen und viel weniger teures Material verbrauchen, als herkömmliche Solarzellen.

In Südfrankreich beginnen im Kernforschungszentrum Cadarache Bauarbeiten für Iter, den internationalen Versuchsreaktor für die Kernfusion.

Physiker wollen in einem Plasma Wasserstoffkerne verschmelzen, ein Prozess wie er im Inneren der Sonne abläuft. 2019 kann allerdings erst das Experiment beginnen und wenn alles funktioniert, ab 2075 Strom liefern.

In den USA wird versucht, Atomkerne mit Laserbeschuss zur Fusion zu bringen. Noch in diesem Jahr wollen sie eine winzige Sonne im Labor entzünden. Forscher sind optimistisch, dass uns nicht irgendwann der Strom ausgeht. (Foto: Sebastian Thanner / aboutpixel.de)

Video - Was ist Strom?